Der Böhm hat Geschichte


Recht weit muss man in der Chronik von Weinzierl zurückblättern, um die »Anfänge« des heutigen Traditionsgasthaus Böhm zu entdecken.

Im Jahre 1820 bis 1830 hatte Weinzierl 34 Familien mit 133 Bewohnern (1 Wirt, 1 Schneider und 1 Schuster). Es gab 10 Pferde, 16 Kühe, 2 Ochsen, 16 Schafe, 1Ziege, 8 Schweine. Im Holzhandel, Holzfuhrwerk und Vorspanndienst über den Riederberg hatten die Bewohner einen guten Nebenverdienst.

Aus dem 19. Jahrhundert sind noch die Namen einiger Dorfrichter bekannt:
1812 Josef Steinböck, 1827 Johann Daurer, 1831 Johann Prammer. Mitten im Dorfe stand ein hölzerner Glockenturm, der 1969 durch die heutige schöne Dorfkapelle mit Glockenturm (automatische Glocke) ersetzt wurde.

Michael Böhm hat das Wirtshaus von Johann uns Bertha Böhm übernommen.

Der Böhm ist Zentrum der Geselligkeit – seit 1825

1825 Strenn Magdalena mit Personal- Schankgerechtigkeit 10.Oktober 1831
1835 Hasenzagl Franz und Magdalena
1886 Koller Johann
1897 Medesch Lorenz und Theresia
1922 Wolfsberger Josef und Anna
1956 Wallner Helene
1979-2008 Böhm Johann und Bertha
ab 2008 Böhm Michael 

Wenn Mauern erzählen könnten gäbe es bestimmt unzählige »Wirtshausgeschichten« aus 186 Jahren über das Leben anno dazumal.

Doch wie wir alle wissen, bewahren Mauern ihre jahrhundertealten Geheimnisse für sich. Aber als guter Wegweiser zum idyllisch gelegenen Gasthaus sind die Mauern allemal zu »gebrauchen«, vor allem die überragenden schöne Aussichten in Weinzierl.

Damit wären wir auch schon in der Gegenwart angelangt, die 2008 mit einem Generationenwechsel in der Führung des Gasthaus Böhm einhergeht.

Denn Sohn Michael Böhm übernahm am 15.Oktober 2008 das »Zepter« und führt in guter, alter Gastwirtefamilientradition dieses gastronomische Kleinod.